Der Xiang-Wang Stil


Der Weg - Das Kung-Fu

Was ist Kung-Fu?

Kung-Fu ist wohl zu einem "Sammelbegriff" für Kampfkunstarten aus dem asiatischen Raum geworden. Der Kampfsport erlebte durch Legenden wie Bruce Lee einen noch nie da gewesenen Boom. Heute tragen Meister wie Jackie Chan und Jet Li die Fangemeinde.
Betrachten wir also mal das Kung-Fu in Bezug auf die Kampfkunst. Hier kann ich natürlich nur für das Xiang-Wang Kung-Fu sprechen welches ich ausübe.

Den Xiang-Wang Stil kann man in Bonn-Kessenich im Bonn-Shido e.V. trainieren.
Dieser Verein hat natürlich auch eine eigene Homepage, die Adresse findet man unter den Links.

Das Xiang-Wang Kung-Fu ist ein Süd-Chinesischer Stil, welcher sich durch vorwiegend weiche, runde, in einander übergehende Bewegungen auszeichnet.
Es wird sanft - nicht gegen den Körper sondern mit dem Körper geübt. Es wird nicht gegen den Gegner gekämpft, sondern mit ihm. Die Einheit der polaren Kräfte Yin und Yang stehen im Zentrum des Übens.

Frauen sollten sich nicht durch die Meinung, dass sie körperlich beeinträchtigt sind, abhalten lassen Kung-Fu zu trainieren. Denn Kung-Fu beinhaltet auch, die Fähigkeit zu haben, mit wenig Muskelkraft viel zu erreichen.
Denn Kung-Fu beginnt im Kopf, der Geist lenkt den Körper. Im Kung-Fu sollten Geist und Körper zusammenfließen, und zu einer effektiven Einheit werden. Ein durchtrainierter Körper mit einem schwachen Geist ist nutzlos.
Ein starker Geist zeichnet sich erst einmal durch Körperbewusstsein aus. Jeder sollte seine eigenen Grenzen kennen, und das nicht nur um sie nicht zu überschreiten, sondern um sie auszuweiten zu können. Denn nur wer seine Grenzen kennt, kann sich weiter entwickeln.

Die Fähigkeit zu erlernen hinter die Dinge zu sehen und die tatsächlichen Zusammenhänge zu erkennen, macht diese harmonische Kampfkunst zu einer wirksamen Selbstverteidigung.

Im Unterricht beschäftigen wir uns neben den Kampftechniken auch theoretisch und praktisch mit "Chi", der Meridianlehre, Meditation, und einer geistigen Grundhaltung anderen Menschen gegenüber.
Eine Rechtsgrundlage, die z.B. Notwehr, Körperverletzung, Nötigung, u.s.w. umfasst, wird ebenfalls vermittelt.

Nun möchte ich ein paar Worte über Gongfu verlieren.
Wenn man versucht Kung-Fu aus dem Chinesischen zu übersetzen, wird man feststellen, dass die Schreibweise Gongfu wohl die Richtigere, bzw. Ursprünglichere ist.


Aber was bedeutet "Gongfu" eigentlich?

Aus dem Chinesischen übersetzt heisst es nichts weiter als "etwas durch harte Arbeit sehr gut machen", oder "die Fähigkeit durch harte Arbeit erlangt haben". Jemand hat Gongfu.
Nun stellt sich die Frage, welche "Fähigkeiten" denn damit gemeint sind. Meiner Auffassung nach ist, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, in erster Linie nicht die Fähigkeit gemeint, ein anderes Lebewesen verletzen zu können. Diese Fähigkeit hatten die Menschen schon in grauer Vorzeit, lange bevor einige Menschen über das Gongfu nachdachten.
Denn dieses "Gongfu haben" meint, dass jemand etwas sehr gut kann, etwas in Perfektion beherrscht. Damit kann die Kampfkunst gemeint sein, aber auch z.B. sehr gut ein Instrument spielen zu können, oder sonst wie eine Arbeit zu beherrschen. Beherrschen, oder wie ein Meister etwas ausführen zu können ist dabei der springende Punkt.